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Wo liegen die Unterschiede zwischen Crowdlender und einer Bank und was muss der KMU-Unternehmer beachten?

Beide vergeben natürlich Kredite, wobei die Bank, wie z.B. die Bank Cler, als klassischer Kreditgeber eingehend bekannt ist. Das sogenannte Crowdfunding (Deutsch: Schwarmfinanzierung) hingegen ist neu und bietet sich als Alternative zur üblichen Finanzierung an.

Hier werden ein Projekt oder ein Finanzbedarf über eine Vielzahl von Investoren finanziert. Die Steuerung übernimmt ein Crowdlending Plattform, wie zum Beispiel swisspeers. Der Vergabeprozess an die Investoren läuft über eine Auktion. Die Crowdfunding Organisation gibt eine Zinsempfehlung für die Auktion. Während der 20-tägigen Auktion können Anleger entscheiden, ob und zu welchen Zinssätzen sie mitfinanzieren wollen.

Natürlich kann nicht mit jedem Anleger individuell verhandelt werden, daher sind die Bedingungen etwas standardisiert, wie zum Beispiel die monatlichen Ratenzahlungen. Dafür erschliesst diese Art der Finanzierung neue Anleger.

Hier eine kleine Übersicht der Hauptunterschiede:

Bank Crowdlender
Laufzeit flexibel zwischen 6 und 60 Monaten
Kreditart kann als fixes Darlehen oder Limite funktionieren fixe Kreditsumme
Rückzahlung flexibel vereinbar monatliche Raten
Kreditgeber Bank verschiedene Anleger
Vergabeprozess bankintern Auktion

Was muss der KMU-Unternehmer bei der Altersvorsorge beachten?

Dr. Thomas Walke von Smolio fasst zusammen, was KMU als Arbeitgeber und die Arbeitnehmenden selbst tun können, um die Vorsorge in Ordnung zu bringen.

Was können KMU in der zweiten Säule tun?

KMU-Inhaber legen die Altersleistungen für Mitarbeitende durch die Wahl der Pensionskasse fest. Die Mitarbeitenden bekommen die Vorsorgeleistungen, die die vom KMU-Inhaber gewählte Pensionskasse bietet. Als Unternehmer hat man grundsätzlich die Wahl zwischen zwei Modellen: erstens der Vollversicherung und zweitens der teilautonomen Sammelstiftung. Bei beiden Modelle werden die Beiträge für einen Sparteil und einen Risikoteil verwendet.

Bei der Vollversicherung steht die Sicherheit im Vordergrund. Hier garantiert eine Versicherungsgesellschaft als Rückversicherer jederzeit 100% der Vorsorgeleistungen. Dies wird durch etwas höhere Beiträge und geringeres Renditepotential auf dem Altersvermögen erkauft.

Bei teilautonomen Vorsorgelösungen sind nur die Risiko- und Todesfallleistungen versichert, also jederzeit zu 100% garantiert. Das Altersvermögen wird entsprechend der Anlagestrategie der Sammelstiftung am Kapitalmarkt angelegt. Es unterliegt Schwankungen und eröffnet die Chance auf ein langfristig höheres Renditepotential.

 

Leistungsvergleiche für die Pensionskasse sind aufwändig. Worauf müssen KMU achten?

Bei einem Vergleich verschiedener Anbieter müssen die wichtigsten Faktoren herangezogen werden. Dies sind der Deckungsgrad im Zusammenhang mit dem angewendeten technischen Zinssatz, der Umwandlungssatz, die Verwaltungskosten und die Verzinsung der Altersguthaben. Es gibt spezialisierte Dienstleister die dabei helfen können eine leistungsfähige Vorsorgeeinrichtung zu finden.

Als KMU-Inhaber muss man sich überlegen, ob Sicherheit der Rentenhöhe oder die Aussicht auf höhere Renten wichtiger sind und ob man eine Sicherheit der Rente mit höheren Prämien bezahlen will. Das legt dann das Modell Vollversicherung oder teilautonome Sammelstiftung fest. Wenn’s dann um die Anbieterauswahl geht, muss man sich überlegen welcher der Vergleichsfaktoren wie stark gewichtet wird.

Hier eine Übersicht der Vergleichsfaktoren:

Vergleichsfaktor 1 Deckungsgrad als Indikator für künftige Zahlungsfähigkeit der Renten Der Deckungsgrad zeigt das Verhältnis zwischen den Verpflichtungen und dem Vermögen einer Vorsorgeeinrichtung auf. Mit dem technischen Zinssatz, einer reinen Rechengrösse, werden die künftig fälligen Leistungszahlungen auf den heutigen Zeitpunkt abgezinst. Eine Senkung des technischen Zinssatzes führt daher zu einem tieferen Deckungsgrad. Beim Vergleich zweier Angebote mit vergleichbaren Deckungsgrad ist dasjenige besser, welches den tieferen technischen Zinssatz anwendet. Als Faustregel gilt: 0,5 Prozent Unterschied im technischen Zinssatz machen 5% Unterschied im Deckungsgrad aus. Die besten Anbieter haben bei 2% technischen Zins einen Deckungsgrad von 115 bis 120%.
Vergleichsfaktor 2 Umwandlungssatz als Indikator für die Rentenhöhe Der Umwandlungssatz “übersetzt” das zum Pensionierungszeitpunkt angesparte Altersvermögen eines Versicherten in eine Altersrente. Beispielsweise werden so aus 500’000 CHF Altersvermögen und einem Umwandlungssatz von 6% 30’000 CHF Altersrente pro Jahr – lebenslang. Die öffentliche Debatte bezieht sich immer auf den Mindestumwandlungssatz, der für das Altersvermögen in der obligatorischen 2. Säule gilt. Im Obligatorium sind ab 1.1.2019 Einkommen bis maximal 85’320 CHF versichert. Falls darüber hinausgehende Einkommen versichert sind, kann die Vorsorgeeinrichtung auf die daraus entstehenden überobligatorischen Guthaben entweder einen anderen (gesplitteten) Umwandlungssatz anwenden oder einen gemeinsamen (sog. umhüllenden) Umwandlungssatz auf das Gesamtvermögen. Dieser kann auch unter dem gesetzlichen Umwandlungssatz liegen, solange die Rentenhöhe mindestens der obligatorischen Vorsorge entspricht.
Vergleichsfaktor 3 Zins auf dem Altersguthaben als Indikator für die Leistungsfähigkeit der Anlagestrategie Der Mindestzinssatz gilt für den obligatorischen Teil des Altersvermögens. Er wird jährlich vom Bundesrat überprüft und festgelegt und beträgt derzeit mindestens 1%. Für den überobligatorischen Teil sind die Vorsorgeeinrichtungen frei, mit welchem Zins sie das Kapital verzinsen. Der Unterschied zwischen besten und schlechtesten Anbieter liegt über Faktor 2.
Vergleichsfaktor 4 Verwaltungskosten als Indikator für die Effizienz des Anbieters Die Höhe der Verwaltungskosten pro versicherte Person ist ein Massstab für die Effizienz der Vorsorgeeinrichtung. Grösse zahlt sich hier aus, da Fixkosten besser verteilt werden können. Zwischen dem besten und schlechtesten Anbieter liegt der Faktor 10, Anbieter auf den ersten Plätzen liegen bei Verwaltungskosten zwischen 150-300 CHF pro Person.

Wie kann man als KMU erfolgreich Projekte umsetzen?

Haben Sie ehrgeizige Pläne, die Sie in Ihrem KMU erfolgreich umsetzen wollen? Hier sind 10 Tipps, wie Vorsätze erfolgreich umgesetzt werden können, schreibt Daniel V. Christen, CEO und Mitgründer von Systemcredit in “ORGANISATOR” vom 8.2.19.